Casa-Cluster: Erfolg in der Exzellenzstrategie

29.09.2017 - Lara Kristin Zeitel

Seit unsere Lebenswelt von vernetzten Geräten wie Smartphones, vernetzten Fahrzeugen und intelligenten medizinischen Implantaten durchsetzt ist, ist die IT-Sicherheit zu einer zentralen gesellschaftlichen Frage geworden. Viele IT-Angriffe kommen von großskaligen Angreifern, insbesondere staatlichen Organisationen oder der organisierten Kriminalität. Gegenmaßnahmen gegen diese mächtigsten Angreifer liegen im Fokus des Clusters Cyber Security in the Age of Large-Scale Adversaries (Casa). Die Forschung verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, bei dem führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit technischer Ausrichtung mit Forschenden aus der Psychologie kooperieren, die das Zusammenspiel von menschlichem Verhalten und IT-Sicherheit untersuchen. Diese Konstellation ist europaweit einzigartig und wurde deshalb nun nach positiver Begutachtung zu einem Vollantrag für das Exzellenzcluster ausformuliert. „Wir freuen uns über den Erfolg auf der ersten Etappe des Wettbewerbs“, so Rektor Prof. Dr. Axel Schölmerich. „Die IT-Sicherheit ist ein zukunftsträchtiges Forschungsthema im Ruhrgebiet“, sagt er.

Das Casa-Cluster ist am Horst–Görtz-Institut für IT-Sicherheit der Ruhr-Universität Bochum beheimatet. Es gilt international als eine der führenden Forschungsstätten, hat Europas größtes Ausbildungsprogramm für IT-Sicherheit und verfügt über umfangreiche akademische und Industrie-Netzwerke.

„Wir freuen uns, im Rahmen des Casa-Clusters einen neuen interdisziplinären Ansatz verfolgen zu können, der nicht nur die technischen Aspekte untersucht, sondern die kritische Komponente des menschlichen Verhaltens im Kontext der IT-Sicherheit erforscht. Wir sind überzeugt, dass wir mit diesem europaweit einzigartigen Forschungsansatz neue Sicherheitslösungen gewinnen werden“, betont Prof. Dr. Christof Paar, Geschäftsführender Direktor des HGI der Ruhr-Universität Bochum (RUB).