ing.redible DEVICES - Ferngesteuert über Hindernisparcours

23.07.2009 - Meike Klinck

bild Ferngesteuert und mit heulender Sirene rast das Rettungsfahrzeug über die Gefahrenstrecke. Daneben strampelt ein Radfahrer, der dafür sorgt, dass die nötige Energie fließt. Jetzt wird sich beweisen, welche Gruppe das schnellste Gefährt bauen konnte. Oder das strapazierfähigste.

Die Studierenden aus dem zweiten Semester haben drei Stunden Zeit, um eine geeignete Lösung zu entwickeln. Sie sollen ein Vehikel konstruieren, das seine Antriebsenergie von außen zugeführt bekommt und dabei ferngesteuert fährt. Aber eben nicht über eine schnurgerade, gut ausgebaute Rennstrecke – heute geht es über einen Hindernisparcours.

Zwei Biertische dienen als mobile Brückenelemente, die, sobald einmal überquert, immer wieder um eine Tischlänge nach vorne versetzt werden. So wandert die Wegekonstruktion Stück für Stück dem Ziel entgegen. Dabei muss aber auch der Energie-spendende Radler, der mittig zwischen Start- und Ziellinie in die Pedale tritt, umzirkelt werden. Das Miniaturfahrzeug sollte also nicht nur klein und flink sein; überdies sollte es auch enge Kurven meistern können, ohne aus der Spur zu laufen.

Entwicklungsspionage untersagt

Jede der sechs Gruppen erhält dieselben Materialien – eine wilde Mischung aus etwa 30 mehr oder weniger sinnvoll verwendbaren Einzelteilen. Ob Klettverschluss, Klobürste oder Kabelbinder –die Teilnehmer greifen beherzt zu und beginnen das Basteln. Verbaut werden kann alles, was die Organisatoren zur Verfügung stellen. Weitere Materialien oder Werkzeuge sind verboten, Entwicklungsspionage ist ausdrücklich untersagt. Schnell schnitzen die Ersten Räder aus Hartschaum oder Gummimatten, löten, stecken und hantieren.

Die einzig wahre Lösung gibt es nicht, denn in diesem Wettbewerb führen viele Wege zu einem funktionierenden Ergebnis. Dass die Aufgabe mit der vorhandenen Ausstattung auf jeden Fall gelöst werden kann, haben die Organisatoren zuvor in einem „Probebasteln“ getestet. Die Studierenden aus höheren Semestern treffen sich seit Monaten, um eine geeignete Aufgabenstellung zu entwickeln.

Die „Multicore-Löters“ gewinnen

Dank KO-Prinzip stehen die diesjährigen Sieger beim Waldwiesenfest am 16. Juli eindeutig fest. Es ist das Team „Multicore-Löters“, ihr Rennwagen hat in allen Finalentscheidungen die schnellere Rundenzeit erfahren und dabei alle Strapazen gut verkraftet. Ausgelobt wird der Wettbewerb einmal im Jahr von der VDE Hochschulgruppe und dem Tutorium der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik.

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