E-DeMa-Projekt

02.12.2009 - Meike Klinck

Erste Projektergebnisse auf E-Energy Jahreskongress am 26. und 27. November in Berlin vorgestellt.

Die Arbeitsgruppe für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik um Prof. Dr.-Ing. C. Sourkounis ist zusammen mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie am Projekt „E-DeMa“ beteiligt. Am 26. und 27. November fand in Berlin der E-Energy Jahreskongress 2009 statt, auf dem erste Projektergebnisse vorgestellt wurden.

Das Projekt "E-DeMa - Entwicklung und Demonstration dezentral vernetzter Energiesysteme hin zum E-Energy Marktplatz der Zukunft" erforscht den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) zur Steuerung und Optimierung der dezentralen Energienetze der Zukunft. Ziel des Projektes ist die Schaffung eines offenen elektronischen Marktes, an dem Stromkunden (Privat u. Gewerbekunden) mittels IKT Gateways mit Energiehändlern, Verteilnetzbetreibern und weiteren Akteuren verbunden sind. Dabei sollen neue Geschäftsmodelle für eine aktivere Marktteilnahme der Akteure entstehen. Geplant ist die Schaffung einer Modellregion im Rhein-Ruhr Gebiet, die sich aus drei Teilmodellregionen in zwei verschiedenen Verteilnetzen zusammensetzt.

Demonstration und Evaluation in Modellregion

Bei dem Projekt werden Aspekte der Netzbetriebsführung, Inhouse-Anwendungen, zeitnahe Verbrauchsdatenerfassung und -bereitstellung berücksichtigt. Technische Herausforderungen sind insbesondere die Bereiche Smart Grid, IKT Gateway (inkl. Smart Metering) sowie die Schaffung einer IKT Infrastruktur. Im Anschluss werden diese Komponenten informations- und kommunikationstechnologisch unter besonderer Beachtung von Netzaspekten zu einem Marktplatz zusammengeführt. Jener wird in einer Modellregion im Rhein-Ruhr Gebiet demonstriert und evaluiert.

Daneben entsteht ein Modell des Marktplatzes, welches validiert und parametriert wird. Alleinstellungsmerkmal des Projektes ist die Schaffung eines schnittstellenkonvergenten und damit auch auf die anderen Modellregionen übertragbaren bzw. koppelbaren Marktplatzes unter besonderer Beachtung von Netzaspekten sowie des Verhaltens von Privat- und Gewerbekunden. Die gegebenenfalls im Projekt geschaffenen Standards sollen nach Projektende offen gelegt werden. Die geschaffene IKT Infrastruktur wird für Dritte nutzbar sein; proprietäre Lösungen werden vermieden.

Förderung der „E-Energy“ - Gewinner durch BMWI

Das Forschungsvorhaben gehört zu den sechs Gewinnern des Technologie-Wettbewerbs „E-Energy" und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) finanziell gefördert. Am Projekt beteiligt sind die ef-Ruhr GmbH (EnergieForschungRuhr), bestehend aus Forschern der RUB, der Universität Duisburg-Essen, der TU Dortmund und der Fachhochschule Dortmund, sowie RWE, Siemens, Miele, ProSyst und der Stadtwerke Krefeld-Gruppe. Das Projektvolumen beträgt insgesamt rund 20 Millionen Euro, ein Teil davon wird in Forschungsaktivitäten investiert.


Weitere Informationen unter
www.e-dema.com
www.e-energie.info/de/jahreskongress.php

Arbeitsgruppe für Energiesystemtechnik
Prof. Dr.-Ing. Constantinos Sourkounis
www.ruhr-uni-bochum.de/agensys/

Tags: E-DeMa, E-Energy