Nachts im Blue Square

30.09.2016 - Meike Klinck

wnr2016 Oft ist ein Perspektivwechsel goldrichtig, um Neues zu entdecken. So denken viele, die gerade unsere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Plasma-SFB, aus dem Bereich Photonik und Terahertztechnologie, Integrierte Systeme und Eingebettete Systeme der Informationstechnik in der Bochumer Innenstadt treffen. Von 16 bis 22 Uhr findet heute zum zweiten Mal die Wissensnacht Ruhr statt.

Die Kraft der Plasmen macht sich in der 3. Etage des Bochumer Blue Square breit. „Bei uns können Interessierte Münzen mit echtem Gold beschichten“, berichtet Nadine Al Shami vom Plasma-Sonderforschungsbereich SFB-TR 87. Diese und andere nicht-alltägliche Phänomene wie leuchtende Glaskugeln in Mikrowellen locken den ganzen Abend sowohl die Kleinen als auch die Großen – in Scharen. „Wir freuen uns sehr über die große Resonanz und die vielen interessierten Fragen zu Plasma“, ergänzt Prof. Thomas Mussenbrock.

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Umgebung in Infrarot betrachten

„Ich sehe was, was Du nicht siehst!“, heißt es eine Etage weiter unten. Hier berichtet das Team vom Lehrstuhl für Photonik und Terahertztechnologie über optische Technologien und ihre Besonderheiten. „Eine prominente Anwendung, die wir alle aus dem Alltag kennen, ist sicherlich die Datenübertragung im Internet“, sagt Prof. Martin Hofmann. „Wir nutzen die Wissensnacht Ruhr gern, um ganz praktisch zu erklären, wie diese und andere optische Technologien funktionieren.“ Wer möchte, kann auch vor Ort mit einer Wärmebildkamera seine Umgebung mal "aus einem anderen Licht" betrachten.

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Bastelauftrag mit kleinsten Bauteilen

Direkt nebenan nehmen Pierre Mayr vom Lehrstuhl für Integrierte Systeme und Florian Fricke vom Lehrstuhl für Eingebettete Systeme der Informationstechnik die Besucherinnen und Besucher mit auf einen beeindruckenden Ausflug in die Welt der Elektronik: „In unserem Programm steht ein Bastelauftrag mit kleinsten Bauteilen“, berichtet Mayr im Vorfeld. „Es lohnt sich mitzulöten, denn der Erfolg lässt erfahrungsgemäß nicht lange auf sich warten.“ Ihre gelungene Arbeit können die Mitmachenden praktischerweise direkt als Erinnerung an diesen Abend mitnehmen: Hier entstehen Platinen mit je 18 Leuchtdioden, deren Blinkgeschwindigkeit beliebig eingestellt werden kann!

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Der Regionalverband Ruhr bringt nicht nur in Bochum, sondern auch im „Dortmunder U“, im Wissenschaftspark Gelsenkirchen, im Essener Haus der Technik, im Duisburger Nanoenergietechnikzentrum sowie im Kunstmuseum und an der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr die regionale Wissenschaft und die interessierte Öffentlichkeit zusammen. Dieses Konzept bewährte sich bereits bei der Premiere der Wissensnacht Ruhr im Jahr 2014 mit rund 8.000 Besuchern. Weitere Infos

Text und Fotos: Meike Klinck

Tags: Integrierte Systeme, Photonik und Terahertztechnologie, plasma, Wissensnacht Ruhr